Zeichnen Übersicht: Eine kompakte Auflistung der wichtigsten Begriffe und Faustregeln für Einsteiger — Bleistifthärten, Tonwertbereiche und die wichtigsten Regeln auf einen Blick.
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Zeichnen Übersicht: Die Kurzreferenz

Wenn ich eines an dieser Zeichnen-Übersicht schätze, dann dass sie das in fünf Tabellen schafft, wofür man sonst zehn YouTube-Videos braucht. Drucken Sie sie aus, hängen Sie sie über den Schreibtisch — und schauen Sie hin, wenn Sie unsicher sind.
— Miriam

Bleistifthärten im Überblick

HärtegradEigenschaftTypischer Einsatz
2H – HHart, hell, schwer verwischbarHilfslinien, Vorzeichnung
HB – BMittel, vielseitigKonturen, allgemeine Skizzen
2B – 4BWeich, dunkler, samtigSchattierung, Stimmung
6B – 8BSehr weich, tiefschwarzTiefste Schatten, Akzente

Drei bis vier Bleistifte reichen vollkommen für den Einstieg: ein 2H für feine Hilfslinien, ein HB oder B für die eigentliche Zeichnung, ein 4B für Schattierungen und gegebenenfalls ein 6B für die tiefsten Schatten.

Die fünf Tonwertbereiche

BereichBeschreibung
GlanzlichtHellster Punkt, oft Papierweiß
LichtseiteDirekt beleuchtete Fläche
HalbschattenÜbergangszone zum Schatten
KernschattenDunkelste Stelle des Körpers
ReflexlichtAufgehellte Rückseite durch Umgebung

Vor dem Schattieren immer zuerst die Lichtrichtung festlegen — sie steuert jede Schattenfläche im Bild und muss für alle Körper konsequent gelten. Inkonsistenzen wirken sofort störend.

Wichtige Begriffe auf einen Blick

BegriffBedeutung
ZahnungOberflächenstruktur des Papiers, die den Graphit aufnimmt
Block-InAufbau einer Zeichnung aus elementaren Grundformen
SchraffurTonwertaufbau aus parallelen Strichen
KreuzschraffurÜbereinandergelegte Strichlagen für tiefere Schatten
KnetradiergummiFormbarer Radierer, der Graphit aufnimmt ohne das Papier zu beschädigen
SchlagschattenSchatten, den ein Körper auf den Untergrund wirft
KonturschraffurSchraffurstriche, die der Form des Körpers folgen

Goldene Regeln zum Mitnehmen

RegelHinweis
Locker haltenBewegung kommt aus Schulter und ganzem Arm, nicht aus den Fingern
Hell zu dunkelMit hellsten Tönen beginnen, schichtweise dunkler werden
Block-In zuerstGrundformen vor Details, leichte Konstruktionslinien
Lichtrichtung prüfenKonsistenz für das ganze Bild — Licht immer aus derselben Richtung
Messen mit StiftMit ausgestrecktem Arm Verhältnisse vergleichen, ein Auge schließen

Empfohlene Aufwärmübungen

  • 30 parallele Linien zwischen zwei Punkten ziehen — zügig, aus dem Arm
  • 20 Ellipsen unterschiedlicher Größe locker hintereinander zeichnen
  • Lange Wellenlinien aus dem ganzen Arm — schult den Bewegungsfluss
  • Blinde Konturzeichnung: Motiv anschauen, ohne aufs Papier zu blicken

Die Zeichenpraxis profitiert mehr von täglich zehn bis fünfzehn Minuten als von einer langen Sitzung pro Woche. Wer Konsistenz schafft, wird in vier bis sechs Wochen deutliche Veränderungen in der eigenen Wahrnehmung bemerken — beim Sehen genauso wie bei der Hand.

Eine ausführliche Hintergrunddarstellung zu Zeichenmaterial und Online-Kursen findet sich übrigens auf der Seite der deutschen Traditionsmarke Faber-Castell — eine schöne Anlaufstelle, wenn Sie sich vor dem Kauf orientieren möchten.


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