Mein Tipp für alle, die gerade angefangen haben: Drucken Sie diese Seite aus und legen Sie sie neben das Klavier. Wenn Ihnen mitten beim Üben einfällt, wo nochmal das C lag oder welche Töne der F-Dur-Akkord hat, sparen Sie sich den Sprung ans Smartphone — und das ist Gold wert beim Konzentrationsaufbau.
— Jonny
Tastatur-Orientierung
| Merkmal |
Bedeutung |
| Zweier-Gruppe schwarze Tasten |
C liegt direkt links davon |
| Dreier-Gruppe schwarze Tasten |
F liegt direkt links davon |
| Mittleres C |
Etwa in der Mitte des Instruments |
| Deutsches H |
Entspricht dem englischen B |
| Deutsches B |
Entspricht dem englischen B-flat (Bb) |
Notenwerte und Pausen
| Notenwert |
Schläge im 4/4-Takt |
Pause |
| Ganze Note |
4 |
Block über der 3. Linie |
| Halbe Note |
2 |
Block auf der 3. Linie |
| Viertelnote |
1 |
Wellensymbol |
| Achtelnote |
½ |
Fähnchen-Symbol |
| Sechzehntelnote |
¼ |
Fähnchen-Symbol mit zwei Querstrichen |
Notenlinien-Eselsbrücken
- Violinschlüssel — Linien (von unten nach oben): E-G-H-D-F („Es geht hurtig durch’s Fünfliniensystem“)
- Violinschlüssel — Zwischenräume: F-A-C-E
- Bassschlüssel — Linien: G-H-D-F-A
- Bassschlüssel — Zwischenräume: A-C-E-G
Vorzeichen
| Symbol |
Wirkung |
Beispiel |
| Kreuz (♯) |
erhöht um einen Halbton |
F → Fis |
| Be (♭) |
erniedrigt um einen Halbton |
H → B |
| Auflösungszeichen (♮) |
hebt die Vorzeichenwirkung auf |
Fis → F |
C-Dur-Tonleiter — Fingersätze
| Hand |
Aufwärts |
Abwärts |
| Rechts |
1-2-3-1-2-3-4-5 |
5-4-3-2-1-3-2-1 |
| Links |
5-4-3-2-1-3-2-1 |
1-2-3-1-2-3-4-5 |
Der Daumen ist immer Finger 1 — in beiden Händen. Diese deutsche Konvention unterscheidet sich von der traditionellen Streicher-Zählung.
Hauptdreiklänge in C-Dur
| Stufe |
Akkord |
Töne |
Funktion |
| I |
C-Dur |
C – E – G |
Tonika (Grundakkord) |
| IV |
F-Dur |
F – A – C |
Subdominante |
| V |
G-Dur |
G – H – D |
Dominante (Spannung) |
| vi |
a-Moll |
A – C – E |
Tonikaparallele |
Die Akkordfolge I–IV–V–I (also C → F → G → C) ist das harmonische Skelett unzähliger Pop- und Volkslieder. Die Pop-Variante I–V–vi–IV (C → G → a-Moll → F) findet sich in tausenden bekannten Songs.
Übe-Goldene Regeln
| Regel |
Warum |
| Langsam beginnen |
Sauber gelernt = nicht mehr verlernt |
| Hände trennen |
Ein Problem nach dem anderen |
| Takte isolieren |
Punktuelle Korrektur statt Wiederholung der Fehler |
| Täglich kurz statt selten lang |
Motorisches Lernen braucht Frequenz |
| Metronom verwenden |
Tempo-Konstanz objektiv prüfen |
| Schwieriges zuerst |
In der frischesten Konzentration arbeiten |
Die 5-15-10-Regel für 30-Minuten-Einheiten
- 5 Minuten Aufwärmen: langsame Tonleitern, ein Akkordwechsel
- 15 Minuten konzentrierte Arbeit: die schwierige Stelle des aktuellen Stücks
- 10 Minuten freies Spielen: ältere Stücke, Ausprobieren, Freude haben
Häufige Anfängerfehler im Überblick
| Fehler |
Was Sie tun sollten |
| Zu schnell von Anfang an |
Halbes Tempo + Metronom; Tempo erst mit Sicherheit steigern |
| Beide Hände sofort gemeinsam |
Erst rechte, dann linke, dann zusammen |
| Stück immer von vorn spielen |
Schwierige Takte isolieren und wiederholen |
| Ohne Plan üben |
Vorab notieren: Was übe ich heute? Wie lange? |
| Verspannte Schultern |
Pausen einlegen, Schultern kreisen, Atmung beobachten |
Tiefergehende Erklärungen zu Notation, Werkverständnis und Komponisten finden Sie in der Wissensdatenbank des G. Henle Verlags.
Mehr erfahren: Eine ausführliche Einführung in alle Klavier-Grundlagen finden Sie in unserem Ratgeber zum Klavierspielen für Anfänger. Wenn Sie das Thema strukturiert von Grund auf lernen möchten, ist unser Klavier-Einstiegskurs ein guter nächster Schritt.